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Übungsplatz der Garnison Potsdam

Die Entwicklung des Bornstedter Feldes wurde bis 1994 250 Jahre lang durch das Militär geprägt. Die militärische Nutzung vor den Toren der Stadt begann um 1750. Grund dafür war die unmittelbare Nähe des bis dahin landwirtschaftlich genutzten Gebietes zu Schloss Sanssouci, der neuen Residenz von König Friedrich II.

 

Im 19. Jahrhundert wurde das Bornstedter Feld schrittweise in die militärische Dauernutzung überführt. Der traditionelle Übungsplatz der Garnison am Stadtrand war 233 Hektar groß. Auf dem mit Rasen überwachsenen westlichen und südwestlichen Teil übte die Infanterie, Kavallerie und Artillerie, sie bevorzugten hingegen das meist sandige Gelände im anderen Teil.

 

Große Kasernenanlagen entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts an Jägerallee, Voltaireweg und Nedlitzer Straße. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte sich die "Militärstadt" von der zivilen "Bürgerstadt" weitgehend abgeriegelt. In den 1930er Jahren wurden dann die "grauen" Kasernen entlang der Pappel- und der Kirschallee sowie an der Nedlitzer Straße gebaut.

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm die Rote Armee die militärischen Anlagen im Bornstedter Feld in Besitz. Die politische Wende brachte das Aus für die "Garnison Potsdam". Schon 1991 begann der Abzug der GUS-Streitkräfte aus den Kasernen im Bornstedter Feld. Er war 1994 abgeschlossen.

Militärische Hinterlassenschaften

Mit dem Erwerb der ehemaligen Militärflächen durch den Entwicklungsträger Bornstedter Feld wurde wertvolle Bausubstanz erhalten und ging die Sanierung und Aufbereitung der Brachen einher. Etwa 428.000 Tonnen Altlasten, Hausmüll, Bodenverunreinigungen, Asbest und Dachpappe sowie 127 Tanks wurden fachgerecht entsorgt.

1993 wurde das Entwicklungsgebiet Bornstedter Feld förmlich festgelegt. Seitdem entstand ein attraktiver Standort für zivile Nutzungen inmitten der Potsdamer Kulturlandschaft.