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Aus der EINSVIER: Nicht wieder zu erkennen

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Aus der EINSVIER: Nicht wieder zu erkennen

Nicht wieder zu erkennen

Die Brandenburger Straße wurde 1978 zur Einkaufsmeile und zur ersten Adresse der Stadt. Links und rechts davon aber verfielen die Gebäude. Trotz gegenteiliger Absichtserklärungen gelang dem Rat der Stadt die Sanierung nicht. Zu lange hatte man jede Instandhaltung unterlassen. So gingen halbe Straßenzüge verloren, an deren Stelle Wohngebäude in Montagebauweise – verstanden als Rekonstruktion – errichtet wurden. Anfang der 90er stand fest: Von 1.130 Gebäuden hatten fast 700 mittlere bis größere Schäden, mehr als jede zehnte Wohnung war unbewohnbar. Ab 1992 schiebt der Sanierungsträger Potsdam die wirkliche Rekonstruktion
an. Dass es dafür keine Standardkonzepte gab, sondern individuelle Lösungen gefunden werden mussten, erzählt Sigrun Rabbe, Geschäftsführerin des
Sanierungsträgers, in der zweiten Ausgabe der EINSVIER.

Mehr als bauliche Herausforderung

Der Sanierungsträger ist der wichtigste Partner der Eigentümer: Fördermittelbeschaffung, baurechtliche Vorbereitung, Suche nach denkmalgerechten Einzellösungen. Um jedes einzelne Haus wird gerungen. Zu den Aufgaben des Sanierungsträgers zählte aber auch die Rettung des einzigartigen Zierrats der Stadt: die Musikschule, das ehemalige Warenhaus Hirsch, Karstadt, die Elfleinhöfe, die Dortu-Grundschule, das Einstein-Gymnasium. 

Und dann noch die Tore, die Straßen und Plätze. Jedes Projekt ist mehr als bauliche Herausforderung, ein jedes auch Objekt öffentlichen Interesses.

Gastmahl des Meeres am Brandenburger Tor Ende der 1970er Jahre.

Hier fühlen wir die Vertrautheit der traditionellen Stadt und atmen zugleich das Flair modernen innovativen Stadtlebens.

Sigrun Rabbe, Sanierungsträger Potsdam

Die Ziele sind erreicht

80 Millionen Euro hat die öffentliche Hand seit 1992 in die Sanierung der Zweiten Barocken Stadterweiterung gesteckt. Rechnet man, dass auf 1 öffentlichen Euro in der Regel 6 bis 8 privat investierte Euro kommen, dann sind 560 bis 720 Millionen Euro in die Sanierung des Stadtteils geflossen. Demnächst wird der  Sanierungsträger hier seine Arbeit beenden. Die Ziele sind erreicht: Das Quartier konnte baulich erhalten, die öffentliche Nutzung gesichert werden. Sigrun Rabbe bilanziert: „Die Grundstruktur der Blöcke und der Gebäude, der zum öffentlichen Raum orientierte Blockrand und die Höfe, waren schon immer auf die Mischung von Wohnen und Arbeiten ausgerichtet. Diese Kombination haben wir heute immer noch.“

Natürlich hat sich der Mix aufgefrischt. Neben traditionellem Handwerk haben sich IT-Firmen, Kreative und Kulturangebote angesiedelt, individuelle Einzelhandelsangebote und Gastronomie. „Hier fühlen wir die Vertrautheit der traditionellen Stadt und atmen zugleich das Flair modernen innovativen Stadtlebens,“ meint Geschäftsführerin Rabbe und betont: „Dieses urbane Gefühl stellt sich nur deshalb ein, weil hier zu einem hohen Anteil gewohnt wird.“ Heute leben rund 3.200 Menschen im Quartier, 1.000 mehr als 1992.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der EINSVIER.

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