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Stadtkanal

Entstehung

Der Stadtkanal entstand im 18. Jahrhundert aus alten Grabenanlagen. Dadurch wurden die sumpfigen Wiesen für die barocke Stadterweiterungen überbaubar, in dem ein Entwässerungskanal geschaffen wurde, der wie eine holländische Gracht mit beidseitigen Straßen gestaltet wurde. Er verlief von der Havel über die heutigen Straßen Am Kanal, Yorck- und Dortustraße bis er wieder in die Havel mündete.

Zuschüttung

In den 1950er Jahren sollten jedoch breitere Straßen realisiert und die Kanalisation der Häuser erneuert werden. Für diese Planungen war der Stadtkanal im Weg und wurde so zwischen 1960 und 1968 mit dem Trümmerschutt der Häuser verfüllt.

Freilegung

Im Dezember 1990 wurde die Diskussion um den alten Kanal von einer Bürgerinitiative neu entfacht. Die Menschen griffen zum Spaten und legten am ehemaligen Kellertor ein zehn Meter langes Stück wieder frei. Die Sandsteinabdeckungen wurden restauriert und vier Geländerstiele nachgegossen.

Als Projekt der Bundesgartenschau 2001 wurde ab 1999 in der Yorckstraße ein Stück des Stadtkanals wieder sichtbar gemacht. Vorhandene Mauern wurden freigelegt und restauriert. Dabei wurden die alten Ziegel wiederverwendet oder durch neue Handstrichziegel gleichen Formats ergänzt. Die den Kanal begleitenden Straßen und Gehwege wurden neu angelegt und bepflanzt. In diesem Teilstück des Kanals wird sich aber bis zur endgültigen Flutung des fast zwei Kilometer langen Stadtkanals durch die schwankenden Grundwasserstände nur jahreszeitlich bedingt Wasser einstellen. Besondere Unterstützung bekam die Baumaßnahme durch einen für die Wiederherstellung des Kanals gegründeten Verein. So konnten die neuen Geländerstiele, die nach alter Form nachgegossen wurden, durch private Spenden finanziert werden. Auch die neue Brücke an der Stelle der alten Ladenbergbrücke ist eine Spende an die Stadt Potsdam.

 

 

Wiederherstellung des Kanals

Im Jahr 2001 beschlossen die Stadtverordneten die Wiederherstellung des Kanals in einzelnen Bauabschnitten. Im zweiten Abschnitt des Kanals kann man mit dem Boot von der Havel aus bereits wieder einfahren. Für die Rekonstruktion der Kellertorbrücke auf den alten Brückenpfeilern werden allerdings noch Sponsoren gesucht.

Durch eine Wiederherstellung des Kanals kann der Grundwasserstand wieder auf möglichst konstanter Höhe gehalten werden, sodass die hölzernen Gründungen der alten Häuser besser geschützt sind. Zudem verbessert er als Innerstädtischer Grünzug das Klima in der Stadt. Nicht zuletzt ist der Stadtkanal nur eine der vielen Formen, die die Landeshauptstadt mit holländischer Kultur verbindet.