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Pressemeldung

Einweihung der Ringerkolonnade

15.04.2016

Mit der Einweihung der Ringerkolonnade auf dem Steubenplatz hat die Umgestaltung des Landtagsumfelds ihren Abschluss gefunden. Oberbürgermeister Jann Jakobs und Horst Müller-Zinsius, Geschäftsführer der Sanierungsträger Potsdam GmbH, haben die Ringerkolonnade gemeinsam eingeweiht. Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Ringerclubs Germania Potsdam e.V. haben die Kolonnade zum Leben erweckt und ihr Können demonstriert.

"Vor nicht einmal zehn Jahren sah es hier noch ganz anders aus", sagte der Sanierungsträgergeschäftsführer Horst Müller-Zinsius. "Damals war der Alte Markt eine unwirtliche Brache. Die Kreuzung Breite Straße / Friedrich-Ebert-Straße war riesig, richtig unübersichtlich und menschenleer. An diesem Ort wollte sich niemand aufhalten." Im Jahr 2007 beschlossen dann die Stadtverordneten das Grundstück des ehemaligen Schlosses für die Wiederbebauung mit dem neuen Landtagsgebäude freizumachen. Dafür wurden die Straßenbahntrasse, Ver- und Entsorgungsleitungen und der Kreuzungsbereich Breite- / Friedrich-Ebert-Straße innerhalb von nur zwei Jahren umgebaut. Seitdem wird die Alte und neue Fahrt durch die neue Straßenbahnbrücke überspannt und der Eingangsbereich der Freundschaftsinsel ist neu gestaltet. Gleichzeitig wurden 5.000 Jahre Potsdamer Geschichte durch Archäologen untersucht. 2011 startete der Neubau des Brandenburgischen Landtags. Die 2012 und 2013 neu gestalteten öffentlichen Plätze rund um den Landtag mit einer Fläche von rund 7.500 m² sind mittlerweile attraktiver Mittelpunkt der Innenstadt für Potsdamerinnen und Potsdamer sowie für Besucherinnen und Besucher.

Oberbürgermeister Jann Jakobs sagte: "Heute sieht man, wie prächtig die Potsdamer Mitte geworden ist. Dazu trug der Beschluss zum Leitbautenkonzept im Jahr 2010 maßgeblich bei. Mehrere Dinge haben dabei zueinander gefunden: die Wiederannäherung an den historischen Stadtgrundriss, eine historisch anmutende Bebauung neben modernen Gebäuden, ein belebter Alter Markt mit Gastronomie und Geschäften sowie auch ein international angesehenes neues Museum Barberini. Ich denke, die Anstrengungen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt. Und wir werden daran arbeiten, diesen öffentlichen Ort weiter zu entwickeln."

"Der Sanierungsträger hat die Gestaltung des Landtagsumfelds und der Humboldtstraße übernommen. Dazu gehörte die Sanierung des von 1753 bis 1755 von Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im Auftrag Friedrich des Großen erbauten Obelisken auf dem Alten Markt", so Müller-Zinsius weiter. Der Obelisk war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden. Unter Verwendung von Originalteilen wurde er 1978 neu errichtet. Die Medaillons preußischer Könige wurden in diesem Zuge durch die Bildnisse der berühmten Baumeister Carl Philipp Christian von Gontard, Karl Friedrich Schinkel, Friedrich Ludwig Persius und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ersetzt. 2014 war der Obelisk durch Wärmespannungen, Feuchtigkeit und Frost so stark beschädigt, dass eine Generalsanierung anstand. "Heute wird die für das Bauwerk schädliche Feuchtigkeit hinter den Marmorblöcken gezielt abgeleitet", freut sich Geschäftsführer Müller-Zinsius. "Auf diese Weise gelingt es uns, langfristig zu verhindern, dass neue Schäden auftreten. Der Obelisk ist mittlerweile zu einem echten Treffpunkt auf dem immer stärker belebten Alten Markt geworden."

"Wir freuen uns, mit der Ringerkolonnade, die jetzt an ihren ursprünglichen Standort zurückgekehrt ist, ein echtes Schmuckstück der Gesamtmaßnahme rund um den Landtag präsentieren zu können. Starke Schäden am Bauwerk, die sogar die Standsicherheit gefährdet haben, waren Anlass für die Sanierung. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen im Jahr 2014 haben wir im Mai letzten Jahres mit dem Projekt begonnen. Parallel zum Abbau der Ringerkolonnade am Neptunbecken wurden die Schäden kartiert", erklärt Horst Müller-Zinsius das Vorgehen. "Die Ringerkolonnade wurde an ihrem historischen Standort am Steubenplatz wieder aufgebaut. In den letzten Monaten wurden die steinkonservatorischen Arbeiten durchgeführt. Leider muss der Figurenschmuck – bestehend aus den namensgebenden Ringern sowie Vasen und Putten – weiterhin eingelagert bleiben. Für deren Sanierung stehen keine Mittel zur Verfügung." Der Sanierungsträger Potsdam hat die Maßnahme im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam, finanziert durch Städtebaufördermittel, durchgeführt. Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Ringerkolonnade konnte ein ganz wesentliches Sanierungsziel im Bereich des Landtags realisiert werden. "Nun warten neue, große Aufgaben“, stellt Müller-Zinsius fest. „Als nächstes steht die Umsetzung des Leitbautenkonzepts nördlich des Landtags, also auf dem Gelände der Fachhochschule, an. Hier soll ein lebendiges Innenstadtquartier mit Raum für Wohnen, Arbeiten und Leben entstehen."

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