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Pressemeldung

Entwicklung Stadtmitte soll vorangehen

21.04.2016

Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute Pläne für die Neugestaltung der Potsdamer Mitte zwischen Alter Markt und Platz der Einheit den Stadtverordneten zur Beratung vorgelegt. In der Beschlussvorlage, die in die Stadtverordnetenversammlung am 4. Mai eingebracht wird, sind die Art der Neubebauung, Verfahrensrichtlinien sowie konkrete Vorgaben zur Nutzung der Grundstücke festgeschrieben. Geplant ist auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal der Neubau von bis zu 40 Häusern entlang der Friedrich-Ebert-Straße, Alter Markt, Platz der Einheit, Am Kanal und der früheren Kaiserstraße sowie in den Innenhöfen. "Auf diesem wichtigen innerstädtischen Bereich zwischen Langer Brücke und Brandenburger Straße geht es um die Entwicklung neuer Innenstadtquartiere für alle. Dazu gehören Wohnungen, kleine Läden, Restaurants, Cafés, Ateliers und Raum für Kunst und Kultur", sagte Jann Jakobs bei der Vorstellung des Projektes am Donnerstag.

"Damit haben wir die Chance, den bislang durch eine vierspurige Straße besetzten Stadtraum neu und anders zu beleben", so Jakobs weiter.

Bereits 2009 wurde im Sanierungsgebiet "Potsdamer Mitte" die Friedrich-Ebert-Straße in diesem Bereich zurückgebaut, um die Innenstadtfläche nun für alle erlebbar zu machen. Die dadurch neu geschaffenen Flächen sollen nun in Quartiersstruktur bebaut werden.

Geplant ist der Neubau von bis zu 40 Gebäuden, davon gemäß Leitbautenkonzept der Landeshauptstadt drei mit Nachbildung der historischen Fassade früherer Häuser. Das sind die Gebäude Schloßstraße Ecke Friedrich-Ebert-Straße (ehemals Plögerscher Gasthof), Am Alten Markt Ecke Schloßstraße sowie Schwertfegerstraße Ecke Kaiserstraße.

Dabei soll auch die Schwertfegerstraße wieder als direkte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Neuer Markt und Alter Markt/Nikolaikirche entstehen. Die künftige Nutzung der Häuser ist in sogenannten Gebäudepässen festgeschrieben. 

Dazu zählen vor allem Wohnungen, mindestens 15 Prozent derer mietpreis- und belegungsgebunden, Büros/Ateliers, Läden im Erdgeschoss sowie Raum für Studentenwohnen, altersgerechtes Wohnen beziehungsweise Boardinghaus oder Hotel. "Geplant ist eine bunte, belebende Mischung bei der Nutzung der neuen Gebäude. Es ist die weitere Entwicklung der Innenstadt in einem dem Zentrum angemessenen Maßstab hin zu einem Stadtquartier für alle", so Jakobs.

Verkauft werden sollen die Grundstücke in Form einer Konzeptvergabe.

Der gebotene Kaufpreis ist also nicht das entscheidende Kriterium bei der Verkaufsentscheidung durch eine Jury, sondern die abgegebenen Bebauungs- und Nutzungskonzepte. Durch dieses aufwändige Verfahren mit einer Jury aus 15 Personen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, soll erreicht werden, dass in diesem innerstädtischen Bereich tatsächlich preiswerter Wohnraum entsteht sowie Raum für Ateliers, Studenten sowie barrierefreies und altersgerechtes Wohnen. Potsdam verzeichnet jedes Jahr zwischen 2.000 und 4.000 Menschen mehr, allein an dieser Stelle können nach ersten Berechnungen 600 Wohnungen entstehen, davon 200 mietpreis- und belegungsgebunden.

Bert Nicke, Geschäftsführer der Sanierungsträger Potsdam GmbH, sagte:

"Eintausend Potsdamerinnen und Potsdamern werden hier ein neues Zuhause finden. Dass die Revitalisierung von Innenstadtquartieren gelingt, wenn die Sanierungsziele konsequent umgesetzt werden, sehen wir heute schon im Holländischen Viertel und im Bereich der Barocken Stadterweiterung rund um die Brandenburger Straße", so Nicke weiter. "Wir wollen in den neuen Blöcken ganz bewusst studentisches Wohnen etablieren und hoffen, Investoren zu gewinnen, die auch für Studenten bezahlbare Wohnungen schaffen. Gerade die jungen Leute sollen dafür sorgen, dass ganzjährig rund um den Alten Markt aktives, städtisches Leben stattfindet."

Auf Teilflächen des Areals steht heute das Gebäude der Fachhochschule. Mit dem Auszug der verbliebenen Fachhochschulbereiche im kommenden Jahr an den Standort Pappelallee steht das unsanierte Haus leer und soll zugunsten einer Wohnquartiersentwicklung abgerissen werden.

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