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Altbausiedlungen

Im Jahr 2013 konnten alle die ProPotsdam GmbH betreffenden Restitustionsverfahren beendet werden. Die Wohngebäude sind somit dauerhaft in den Besitz der ProPotsdam übergangen. Die betroffenen Mieterinnen und Mieter wurden darüber im Rahmen von Mieterinformationsveranstaltungen informiert. Die am häufigsten gestellten Fragen und die jeweiligen Antworten waren:

 

1. Was ist mit den Mieteinnahmen aus den letzten Jahren passiert?

Hausbewirtschaftungsergebnisse, d.h. der Saldo aus Mieten und Bewirtschaftungskosten, fließen in das wirtschaftliche Ergebnis des gesamten Unternehmens ein. Daher stehen Mieteinnahmen aus Einzelobjekten nicht im Zusammenhang mit Maßnahmen an selbigen Immobilien. Den gesamten Einnahmen des Unternehmens stehen die im Rahmen der Wirtschaftsplanung vorgesehenen Ausgaben gegenüber. Die mit der Landeshauptstadt abgestimmten strategischen Zielsetzungen lauten: Gewährung von Mietpreis- und Belegungsbindungen, Energetische Sanierung des Bestandes bis 2025, Neubau fehlender kleiner sowie familiengerechter großer Wohnungen, städtische Entwicklungsprojekte.

 

2. Warum werden die leer stehenden Wohnungen nicht vermietet?

Ein Teil der Wohnungen ist nur mit erheblichem Geldmitteleinsatz instandzusetzen. Eine Refinanzierung der Maßnahmen durch den zu erzielenden Mietzins ist bis zur Durchführung der Sanierungsmaßnahme nicht möglich und wäre damit unwirtschaftlich. Des Weiteren gilt es zu vermeiden, dass einzelne Wohnungen in Teilen mehrfach saniert werden. Wohnungen, die mit einem geringen Aufwand herzurichten sind, werden oft als Umsetzwohnungen für andere Bauvorhaben genutzt. Diese Umsetzwohnungen sind bei einem Wohnungsleerstand von aktuell 0,7 Prozent dringend notwendig, um Sanierungsmaßnahmen durchführen zu können.
Für Bestandsmieter sind die leer stehenden Wohnungen in den ehemaligen Restitutionsobjekten sogar von Vorteil, da sich die Kostenmiete nach einer Sanierung aus den Anteilen der Miethöhe für Bestandsmieter und Neumieter errechnet. Da Neumieter eine höhere Miete als Bestandsmieter zahlen, bedeutet das konkret: je mehr Wohnungen neu vermietet werden können, desto geringer fällt die Miete nach der Sanierungsmaßnahme für Bestandsmieter aus.

 

3. Was passiert bei der Sanierung?

Bei Sanierungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen werden technische und gesetzliche Anforderungen immer unter angemessener Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Zielsetzungen umgesetzt. Das bedeutet, dass bereits im Vorfeld einer Sanierung umfangreiche vorbereitende Maßnahmen getroffen werden. So werden zum Beispiel Mietergespräche geführt, der soziale Status der Mieter für die Inanspruchnahme von Fördermitteln ermittelt, der Umzug organisiert sowie der Ersatzwohnraumbedarf ermittelt. Alle Mieter werden rechtzeitig (spätestens drei Monate vor Beginn der Sanierung) über eine Modernisierungsmaßnahme informiert. Während der Baumaßnahme werden die Mieter durch die ProPotsdam begleitet. Die Projektleiter und Kundenbetreuer werden dabei durch Planungsbüros und Mieterberatungsunternehmen unterstützt. Am Ende der Modernisierungsmaßnahme werden die Rückzüge aus den Umsetzwohnungen durch die ProPotsdam organisiert.

 

4. Warum ermittelt die ProPotsdam überhaupt den sozialen Status der Mieter?

Informationen zum sozialen Status, also auch zum Haushaltseinkommen, sind notwendig, um die individuellen Bedürfnisse sowie die individuelle Mietbelastungsquote der Mieter zu ermitteln. Diese Informationen sind besonders wichtig, um Fördermittel des Landes oder des Bundes zu beantragen und in Anspruch nehmen zu können. Mithilfe der Förderprogramme erhalten Mieter, die ein geringes Einkommen haben, eine subventionierte, d.h. geminderte Miete. Für Bestandsmieter wird die monatliche Mietbelastung durch die bereits im Oktober 2012 bei der ProPotsdam eingeführte Mietenbremse gedeckelt (Erhöhungen von maximal 9% statt 11% nach Modernisierungsmaßnahmen).

Zu den individuellen Bedürfnissen vieler älterer Mieter zählt auch oft der Wunsch, in eine kleinere Wohnung oder ins Erdgeschoss bzw. die 1. Etage umzuziehen. Hierbei unterstützt die ProPotsdam die Mieter mithilfe des Wohnflächenbonus, bei dem die kleinere Wohnung 10% unterhalb des Mietspiegels angeboten wird.