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Aus der EINSVIER: Gemeinsam eine Lösung finden

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Eine Frau mit braunen Haaren und rotem Pullover

Gemeinsam eine Lösung finden

Die Corona-Pandemie bedeutet für viele Menschen auch eine finanzielle Belastung, etwa durch Kurzarbeit oder Jobverlust. Auch Krankheit, eine Trennung oder andere Sorgen können dazu führen, dass Mieter ihre Miete nicht mehr zahlen können. Gemeinsam mit Betroffenen nach einer Lösung zu suchen, ist die Aufgabe von Tanja Prefi. Sie ist eine von zwei Sozialarbeiterinnen, die die GEWOBA im Auftrag der ProPotsdam beschäftigt.

Wie kommt es, dass manche Mieter in scheinbar ausweglose Situationen geraten?

Oft sind es finanzielle Probleme, die dazu führen, dass das Geld, mit dem die Miete bezahlt werden würde, für andere Dinge ausgegeben wird. Auch psychische oder körperli­che Probleme, Schicksalsschläge, Suchterkrankungen, Überforderung, Vereinsamung oder sprachliche Barrieren können hinter Zahlungsschwierigkeiten stecken. Nachbarschaftskonflikte und Ruhestörungen wirken sich ebenfalls auf das Leben der Mieter und Hausgemeinschaften aus.

Wie gehen Sie auf die Betroffenen zu? 

Zunächst versuchen die kaufmännischen Kundenbetreuer, gemeinsam mit den Mietern eine Lösung zu finden. Wenn dies nicht gelingt, werden meine Kollegin und ich hinzugezogen. Neben einer telefonischen Kontaktaufnahme sind wir auch vor Ort unterwegs und suchen das Gespräch. Wir wollen Vertrauen schaffen und wieder den persönlichen Zugang finden. 

Wie gehen Sie vor, um mit den Mietern eine Lösung zu finden? 

Die wichtigste Grundlage ist die Mitwirkung der Mieter – ohne geht es leider nicht. Zunächst erfolgt ein Erstgespräch. Gemeinsam schauen wir uns dann die finanzielle Situation an und wo die Probleme herrühren. Wenn wir die Ursache gefunden haben, geben wir den Mietern den Kontakt zur Wohnungsnotfallhilfe. Dort wird den Betroffenen mit einem zinslosen Darlehen geholfen, mit denen sie die Mietschulden abzahlen können. Eine Räumung kann so abgewendet werden. Wenn wir das erreicht haben, waren wir als Sozialmanagement erfolgreich. 

Alle Gespräche werden vertraulich behandelt, während gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.

Eine Frau mit braunen Haaren und rotem Pullover
Tanja Prefi, Sozialarbeiterin bei der GEWOBA

Was tun Sie, wenn Sie an die Grenzen Ihrer Möglichkeiten kommen und weitere Hilfe nötig ist? 

Als Sozialarbeiterinnen dürfen wir da nicht lockerlassen. In solchen Fällen vermitteln wir auch an andere Institutionen, etwa an unsere Kooperationspartner die AWO-Schuldnerberatung und den Lösungsweg e. V., die Betreuungsbehörde, den Sozialpsychiatrischen Dienst oder aber an die Mediationsstellen. 

Wie können Mieter selbst aktiv werden, wenn Sie Probleme haben? 

Mieter haben jederzeit die Möglichkeit, auf die GEWOBA zuzugehen: telefonisch, per E-Mail, mit der ProPotsdam- App und in den Service Points. Alle Gespräche werden vertraulich behandelt, während gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Die Kundenbetreuer können die Betroffenen dann bei Bedarf an das Sozialmanagement weitervermitteln.

Mehr Informationen zur Sozialberatung der GEWOBA

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