Im EINSVIER-Check: Laufstrecken in Potsdam

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Joggerin steht lächeln vor einer Wasserfläche an deren gegenüberliegender Seite ein Schloss im Hintergrund sichtbar ist

Das Kribbeln beim Joggen

Potsdam, die Stadt der Schlösser und Gärten, der Seen, der Kultur, des Films und natürlich die Stadt des Sports. Für Aktive gibt es viele Möglichkeiten, um fit zu bleiben, sich zu bewegen und auszupowern. Dabei braucht man nicht viel: Einfach die Laufschuhe anziehen und los geht’s. ProPotsdam-Pressesprecherin Jessica Beulshausen ist selbst leidenschaftliche Läuferin und flitzt überall in der Stadt herum. Für die EINSVIER stellt sie ihre Lieblingsstrecken vor.

Vereinfachte, hellblaue Grafik einer Laufstrecke in der Lennésche Feldflur

Mein Fazit

Eins haben alle Strecken gemeinsam, egal ob kurz oder lang: Natur pur und der Anblick einer malerischen Landschaft.

Natur pur – die Lennésche Feldflur

Da ist es wieder – dieses Gefühl beim Aufstehen. Es kribbelt in den Füßen, der innere Bewegungsdrang meldet sich und lässt mich sogar am Wochenende früh aus dem Bett fallen, um die Laufschuhe anzuziehen. Für eine schnelle Runde am Morgen liebe ich es, eine Tour durch die Lennésche Feldflur zu drehen. Je früher, desto besser, denn hier ist man in den Weiten von Feldern, Bäumen und romantischem Vogelgezwitscher für sich, kann die frische Luft bewusst einatmen und fast schon meditativ in sich kehren.

Die symmetrisch angelegten Wege lassen sich mit jedem Laufschuh gut bewältigen und das Schöne: Ich kann unterwegs entscheiden, wie lang die Runde werden soll. Je nach Tagesform laufe ich von der Aussichtsplattform im Birnenweg bis zum Lerchensteig oder auch bis zum Persiusturm in Bornim und wieder zurück. In der Feldflur ist für alle Läufer*innen etwas dabei: Kurze Runden, gemütliches Ausdauertraining oder aber Langdistanzläufe, bei denen man sich gut auspowern kann.

Joggerin dehnt sich auf ihrer Laufstrecke vor einem Feld mit Bäumen im Hintergrund
Lennésche Feldflur: Kurze Pause beim Dehnen

Über Stock und Stein – das Katharinenholz

Wenn bei mir Kraftausdauertraining auf dem Programm steht, laufe ich am liebsten quer durch das Katharinenholz in Bornstedt. Die Strecke liegt nicht nur praktischerweise direkt vor meiner Haustür, sondern bietet auch alles, was das Läuferherz begehrt: Neben abwechslungsreichen Steigungen und einem schönen festen Waldboden gibt es auch was zu entdecken.

Richtig herausfordernd ist das Laufen auf der Cross-Strecke, die ansonsten gern von Crossradfahrern genutzt wird. Danach brennen meine Waden und meine Herzfrequenz hüpft schon mal auf 170. Aber die Lauffreude ist groß und zum Regenerieren geht es dann vorbei am Schloss Lindstedt und den Düsteren Teichen wieder auf den Rundkurs durch den Wald. Spannend und unbedingt was fürs historische Auge sind die gut erhaltenen kaiserlichen Schießstände mit den beeindruckenden hohen Wällen.

Joggerin springt über einen, über der Laufstrecke liegenden Baumstamm
Katharinenholz: Crosslauf mit Hindernissen
Hellorange Karte einer vereinfacht dargestellten Laufstrecke durch das Katharinenholz in Potsdam

Mein Fazit

Ein perfekter Crosslauf für ambitioniertere Trainingseinheiten!

Lächelnde Joggerin befindet sich in Startposition auf einer offiziellen, orangeroten Stadionlaufstrecke
Pirschheide: Der Startschuss fällt im Luftschiffhafen

Mein Fazit

Eine abwechslungsreiche Strecke mit kleinen Herausforderungen – prima für alle, die sich beim Laufen messen wollen.

Wettkampfstrecke – die Pirschheide

Mindestens einmal im Monat freue ich mich auf einen Lauf unter Wettkampfbedingungen. Also kein Wohlfühllauf, sondern einfach die Zähne zusammenbeißen und Tempo machen. Das funktioniert immer wunderbar auf der Strecke des traditionellen Potsdamer Silvesterlaufs.

Gestartet wird im Stadion am Luftschiffhafen mit einer guten Portion Adrenalin – Stadionflair hat schon was! Dann geht‘s entlang des Uferwegs am Templiner See, vorbei am Kongresshotel, dem Hotel Seminaris, dem Campingplatz und dann direkt auf die Waldstrecke durch die Pirschheide. Entlang des Ufers muss man sich etwas mit den vielen Fahrradfahren arrangieren, aber im Wald heißt es dann: aufs Tempo drücken. Der Waldweg ist streckenweise etwas holprig. Achtung vor teilweise herausragenden Baumwurzeln! Diese können einen zum Stolpern bringen.

Den letzten Kick bekomme ich dann, wenn es aus dem Wald wieder auf den Uferweg geht, denn dann weiß ich: Ab jetzt sind es nur noch 1,5 km bis zum Ziel. Wer möchte, kann dann noch eine schöne Stadionrunde dranhängen.

Hellgelbe, vereinfachte Darstellung einer Joggingstrecke durch die Pirschheide

Schöner geht's nicht – der Park Babelsberg

Die wohl schönste Strecke fürs Auge führt entlang des Tiefen Sees. Es ist einfach ein unbeschreibliches Erlebnis, durch den Park Babelsberg zu laufen. Wer eine entspannte Runde drehen möchte, joggt entlang des Ufers, und hat einen grandiosen Blick auf den Flatowturm und das eindrucksvolle Schloss Babelsberg. Ab und zu biege ich vorher ab und laufe die Steigung zum Flatowturm hoch und komme dann direkt am Schloss vorbei wieder auf den Uferweg. Dann geht‘s nach Klein Glienicke und über die Glienicker Brücke. Für einen Blick von der Brücke aufs Schloss Babelsberg muss man einfach innehalten, darum lege ich hier immer eine kleine Dehnpause ein.

Bis zur Schiffbauergasse heißt es etwas quälen, hier motivieren weder die Strecke noch das Umfeld zum Laufen. Umso mehr genieße ich dann wieder den Blick auf den Tiefen See, wenn ich in die Schiffbauergasse einbiege. Kurz die Seebrise einatmen und weiter laufen über die Humboldtbrücke zurück in den Park Babelsberg. Schöner geht’s einfach nicht!

Joggerin läuft über eine Brücke mit grünen Stahlträgern in deren Hintergrund ein kleines Schloss sichtbar ist
Park Babelsberg: Toller Blick aufs Schloss von der Glienicker Brücke

Mein Fazit

Eine schönere Strecke zum Joggen werden Sie in Potsdam nicht finden.

TEXT JESSICA BEULSHAUSEN

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