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Denkmalgeschützte Bestandsgebäude im Bergviertel

Kurzbeschreibung

Die Entwicklungsträger Potsdam GmbH beabsichtigt die Veräußerung der im Süden des Quartiers Krampnitz gelegenen denkmalgeschützten Bestandsgebäude des Bergviertels in vier Losen an Investierende, Projektentwickelnde oder Bestandshaltende. Interessenten können sich auf einzelne Lose oder auf mehrere Lose gleichzeitig bewerben.

Die Lage und Aufteilung der Grundstücke in die vier Lose ist dem Aufteilungsplan zu entnehmen. Die Losgrößen und Kaufpreise gehen aus der tabellarischen Übersicht hervor.

Objektdetails

Krampnitz - Bestandsgebäude Bergviertel
Provisionohne Provision
Wohnfläche13000 m²
Grundstücksfläche31.202 m²
VermietetNein
Zustandsanierungsbedürftig
Baujahr1938
DenkmalschutzobjektJa

Ausstattung

Details zur Ausstattung
Anzahl Zimmer / Räume 350

Informationen kostenfrei und unverbindlich

Sie möchten sich ausgiebig über das Angebot informieren? Hier gibt es das digitale Exposé und weitere Unterlagen.

Eckdaten

  • 13000 m²Wohnfläche
  • ab 2.670.000,00 €Kaufpreiserwartung
  • KonzeptvergabeverfahrenVergabeverfahren
  • Wohnen Nutzung

Lage

Hilla-Becher-Weg 1, 14476 Potsdam, Krampnitz

Krampnitz

Im Norden Potsdams gelegen, erstreckt sich über 140 Hektar der Entwicklungsbereich Krampnitz, eine ehemalige Kaserne, die in den 1930er Jahren errichtet und nach dem 2. Weltkrieg von den sowjetischen Truppen bis 1991 weiter genutzt wurde. Sie liegt inmitten der reizvollen Potsdamer Kulturlandschaft: Im Norden grenzen die „Döberitzer Heide“ und der „Königswald mit den Havelseen und der Seeburger Agrarlandschaft“ an – ihr besonderes Landschaftsbild und ihre hohe Qualität für Flora und Fauna stehen unter Natur- und Landschaftsschutz. Östlich befindet sich der Krampnitzsee, südlich schließen sich der Ortsteil Neu Fahrland und Flächen für Gartenbau sowie der Forst- und Landwirtschaft an. Im Südwesten erstreckt sich der Fahrländer See.

Trotz dieser landschaftlichen Umgebung sind es von Krampnitz nur etwa 7,5 km bis zur Potsdamer Innenstadt. Über die Bundesstraße 2 (B2, Potsdamer Chaussee) ist der Standort nicht nur an Potsdam, sondern auch zum etwa 10 km nordöstlich gelegenen Berliner Bezirk Spandau sehr gut angebunden. Die Verbindung gen Westen (Fahrland/Marquardt) bis zum etwa 7 km entfernt
gelegenen Berliner Ring (BAB 10) wird über die L92 hergestellt.

Der Anschluss des Quartiers ist aktuell über Buslinien gesichert, die seit August 2025 in Betrieb sind und im 10-Minuten-Takt in die Potsdamer Innenstadt verkehren sowie weiter optimiert werden. In Zukunft wird der ÖPNV durch die Verlängerung der Tramlinie 96 vom Campus Jungfernsee nach Krampnitz ausgebaut. Innerhalb des Quartiers sollen vier Straßenbahnhaltestellen angefahren werden, das Bergviertel erhält nach Genehmigung der Tram 96 an der südlichen Quartiersgarage eine Tramhaltestelle.

Da das Kaufgrundstück im Geltungsbereich einer Entwicklungssatzung liegt, finden die Regelungen des Besonderen Städtebaurechts (§§ 136 ff. BauGB) Anwendung. Mit dem Abschluss des Kaufvertrages übernimmt der Käufer die Verpflichtung, die aus den Entwicklungszielen abgeleiteten Investitionspflichten innerhalb verbindlicher Fristen zu erfüllen. Die Einhaltung der Umsetzungsfristen wird durch verbindliche Zwischenfristen für die Bauantragstellung, für den Baubeginn und für die Baufertigstellung sichergestellt. Für den Fall etwaiger Verstöße gegen die Investitionspflichten und/oder -fristen sieht der Kaufvertrag verschiedene Sanktionen vor, unter anderem Vertragsstrafen sowie ein preisreduziertes Wiederkaufsrecht.

Für mindestens vier Doppelhäuser sowie alle Mehrfamilienhäuser besteht eine Erhaltungs- und Sanierungspflicht. Die übrigen Doppelhäuser können gegebenenfalls, in Abstimmung mit der zuständigen Denkmalbehörde, durch den/die Käufer/in zurückgebaut und rekonstruiert werden.

Der Käufer beteiligt sich mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 17.000,00 EUR netto je auszuweisendem Stellplatz an der Errichtung der Quartiersgaragen. Darüber hinaus wird der Käufer vertraglich verpflichtet, sich mit einem jährlichen Beitrag von 1,00 EUR/m² Nutzfläche an der Errichtung und dem Betrieb eines gemeinsamen Stadtteilmanagements zu beteiligen.

Objektbeschreibung

Das Viertel aus den 1930er Jahren ist eine ehemalige Siedlung für Handwerker und Unteroffiziere für die ehemalige Heeres-Reit- und Fahrschule Krampnitz mit verhältnismäßig kleinen Wohnungen. Der überwiegende Teil der historischen und denkmalgeschützten Häuser soll saniert und für heutige Wohnbedürfnisse umgebaut werden. Insgesamt soll das Quartier in Hanglage am Aasberg zu einem Viertel mit verschiedenen Wohnungstypologien und einer sozialen Einrichtung entwickelt werden. Die angrenzenden Neubaufelder sollen im Rahmen einer gemeinsamen Projektumsetzung durch ein Konsortium Potsdamer Wohnungsgenossenschaften entwickelt werden.

Die zur Veräußerung stehenden Bestandsgebäude sind geprägt durch zwei denkmalgeschützte Typologien, die sich durch jeweils markante Dachformen auszeichnen: Ein Doppelhaustyp mit steilem Satteldach und ein Geschosswohnungsbautyp mit Walmdach. Am Sofia-Kowalewskaja-Weg befinden sich eingeschossige Doppelhäuser mit Satteldach. Die Wohnungen umfassen etwa eine Wohnfläche zwischen 50 und 54 m², die Raumhöhe beträgt ca. 2,50 m.

Nördlich und südlich des Hilla-Becher-Weges sowie westlich und östlich des Bertha-von-Moeller-Weges stehen in leichter Hanglage Häuser, in denen ehemals die Familien der Unteroffiziere lebten. Es handelt sich um 2-geschossige freistehende 4-Familienhäuser mit Walmdach, die durch ein zentrales Treppenhaus erschlossen sind. Es gibt diesen Haustyp in drei unterschiedlichen Größen – mit ca. 203, ca. 240 und ca. 260 m² Wohnfläche. Die einzelnen Wohnungen umfassen ca. 50-65 m² Wohnfläche.

Rund um den künftigen Heideplatz (historisches Zentrum) stehen zwei längere und vier kürzere 2-geschossige Häuser, die vermutlich teilweise Laden und Geschäftshäuser waren und später zu Wohnhäusern umgenutzt wurden.

Die Wohnhäuser im Bergviertel weisen im Vergleich zu den Mannschaftsgebäuden der Kaserne einen höheren Sanierungsbedarf auf.

Energieausweis

Daten
Warmwasser enthaltenNein

Sonstige Informationen

Die Ausschreibung richtet sich an Investierende und Projektentwickelnde. Bewerbungen können eingereicht werden von Bauherrschaften als Bestandshaltende und Projektentwickelnde, auch Bewerbergemeinschaften können teilnehmen. Es handelt sich um ein einstufiges Konzeptvergabeverfahren: Das von den Bewerbenden vorgelegte Konzept wird mit 50 % gewertet und der gebotene Preis ebenfalls mit 50 % (50:50 - Verfahren). Das sogenannte kooperative Konzept-Preisverfahren bedeutet, dass den Zuschlag nicht zwingend die höchsten Preisgebote, sondern die besten Konzepte in Verbindung mit angemessenen Preisgeboten erhalten. Bewertet werden das Nutzungskonzept (20 %), das Umsetzungskonzept (40 %) und die Umsetzungsgeschwindigkeit (40 %).

Bewerbungen sind für einzelne oder mehrere Lose möglich, jedes Los wird grundsätzlich eigenständig bewertet.

Die ausführlichen Informationen erhalten Sie mit dem Exposédownload. Die Bewerber*innen werden gebeten die im Exposé beschriebenen Unterlagen bei der ProPotsdam GmbH, Pappelallee 4, 14469 Potsdam, Ansprechpartnerin Frau Christina Bielfeld, in einem geschlossenen, als "Gebot für das Los ... oder die Lose ... des Bergviertels in Potsdam Krampnitz – nicht vor dem 02.12.2026 (12 Uhr) öffnen." gekennzeichneten Umschlag einzureichen. Das Konzeptvergabeverfahren endet am 02.12.2026, 12:00 Uhr.

Interessierte haben die Möglichkeit, Rückfragen per E-Mail bis zum 13.11.2026, an vertrieb@propotsdam.de zu richten. Neben dem Exposédownload haben Sie auf der folgenden Internetseite auch die Möglichkeit die Fragen und Antworten (für alle Interessierten einsehbar und ohne Nennung der Fragestellenden) einzusehen: https://www.propotsdam.de/erwerben/
verkaufsobjekte/verkaufsobjektdetails/krampnitz-bestand-bergviertel/

Bebauungsplan Nr. 141-1 (rechtskräftig) und Nr. 141-2 (in Aufstellung)

Bilder und Ansichten