Gemeinsam für bezahlbares Wohnen: Potsdam-Plan 3000+
Wohnraumversorgung zu bezahlbaren Mieten, Neubau und Quartiersentwicklung zusammen denken und realisieren. Das steht im Fokus des Potsdam-Plans 3000+, den die Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam mit der ProPotsdam entwickelt hat. Die darin enthaltenen Zielstellungen zum Bau neuer Wohnungen, zur sozial verträglichen Kappung von Mietanpassungen und zum sozialen Gleichgewicht in den Quartieren zeigen konkret, mit welchen Schritten das kommunale Wohnungsunternehmen in einem der angespanntesten Wohnungsmärkte Deutschlands Wege für die Bezahlbarkeit des Wohnens sichert.
Wir schützen
Unsere Wohnungen sind Zuhause für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Mit dem Potsdam-Plan gilt für die Mieterinnen und Mieter der ProPotsdam bis 2031 eine eigens vereinbarte Mietenbremse. Bei Mietanpassungen werden für alle Wohnungen die engen Grenzen angewendet, die für den sozialen Wohnungsbau gelten. Darüber hinaus bleibt die ProPotsdam wichtigster Versorger mit Wohnungen für Inhaberinnen und Inhabern von Wohnberechtigungsscheinen in der Landeshauptstadt. Bis 2031 stellt die ProPotsdam hierfür 2.000 Wohnungen zur Verfügung.
- Im gesamten kommunalen Wohnungsbestand der ProPotsdam werden bei Mietanpassungen die weiter reichenden Kappungen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus im Land Brandenburg angewendet. Für jede Mietanpassung gilt damit nicht nur der Mietspiegel der Stadt als Maßstab, sondern auch die zusätzliche Grenze einer Erhöhung um max. 10 Prozent innerhalb von 3 Jahren.
- Zusätzlich wird die Kappung je Mieterhöhung auf max. 5 % fortgeführt. Bei bestehenden Mietverhältnissen mit monatlichen Nettokaltmieten über 10 €/m² (insbesondere im Altbau- und Neubaubestand) wird bis zum 31.12.2031 eine zusätzliche Kappung auf 8 % in drei Jahren bzw. 4 % je Mieterhöhung vereinbart.
- Für Inhaberinnen und Inhaber von Wohnberechtigungsscheinen und zur Sicherung der Daseinsvorsorge stellt die ProPotsdam bis 31.12.2031 der Stadt insgesamt 2.000 Wohnungen, also jährlich durchschnittlich 400 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen, bereit.
Wir bauen
Wer derzeit in Potsdam eine Wohnung sucht, hat kaum Chancen auf Erfolg. Gleichzeitig wird der Wohnungsneubau durch enorme Kostensteigerungen erschwert. Mit dem Potsdam-Plan setzen wir auf einen klaren Zeitplan für den Ausbau unserer kommunalen Wohnungsbauprojekte. Wir schaffen 1.000 neue Wohnungen – barrierearm für Seniorinnen und Senioren, familiengerecht, für WBS-Berechtigte und als entscheidende Voraussetzung, damit Fachkräfte in Potsdam leben und arbeiten können. Der geförderte soziale Wohnungsneubau für WBS-Berechtigte, aber auch eine Erhöhung der Wohnungsangebote für Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen ist hierfür erforderlich.
- Das 2011 begonnene Wohnungsneubauprogramm der ProPotsdam wird bis 2032 fortgeführt und umfasst die Errichtung von insgesamt 3.000 Wohnungen (seit 2011). Damit entstehen zu den bereits gebauten rund 2.000 Wohnungen weitere 1.000 neue Wohnungen. Die Hälfte der Wohnungen wird mit Mietpreis- und Belegungsbindungen versehen, so dass durch die Landeshauptstadt soziale Wohnbedarfe gezielt berücksichtigt werden können.
- Die Landeshauptstadt unterstützt den Wohnungsneubau, indem sie für die Realisierung städtische Grundstücke unentgeltlich als Sachwerteinlage an die ProPotsdam überträgt, sofern diese nicht für andere öffentliche Infrastrukturmaßnahmen benötigt werden.
- Vor dem Hintergrund der gestiegenen Investitionen bzw. der höheren Bau- und Finanzierungskosten für den Wohnungsneubau und die Sanierung wird die innere Finanzierungskraft der ProPotsdam gestärkt, da weiterhin keine Gewinnausschüttungen durch die ProPotsdam an die Landeshauptstadt erfolgen.
Wir gestalten
Wir handeln heute für morgen. Weil wir lebenswerte Quartiere brauchen, die klimaverträgliches Wohnen ermöglichen. Nachdem wir mit Modernisierungen und effizientem Neubau den CO2-Fußabdruck des Wohnens bereits deutlich verbessert haben, setzen wir nun gemeinsam mit der Landeshauptstadt und den Stadtwerken die kommunale Wärmeplanung um. Dabei behalten wir die Sozialverträglichkeit in den Quartieren im Blick und tragen dazu bei, dass die Potsdamer Stadtteile bezahlbaren Wohnraum für Menschen in unterschiedlichen sozialen Lagen bieten.
- Im Projekt „Schlaatz_2030“ werden die Grundlagen der energetischen Sanierung und integrierten Quartiersentwicklung durch das mit Beteiligungsverfahren flankierte Masterplan-Verfahren gelegt. Wie bereits in der Entwicklung der Gartenstadt Drewitz arbeiten die Landeshauptstadt und die ProPotsdam auch im Schlaatz an der sozialverträglichen Sanierung und Sicherung bezahlbarer Mieten, die die Bewohnerschaft vor Verdrängung schützt.
- Gemeinsam mit der Landeshauptstadt erfolgt eine ausgeglichene Verteilung von belegungsgebundenen Wohnungen im Stadtgebiet, um Quartiere sozial ausgewogen zu gestalten.
- Die ProPotsdam unterstützt die kommunale Wärmewende mit dem Ausbau der Fernwärmeanschlüsse für den Gebäudebestand und den Ausbau dezentraler erneuerbarer Wärmeerzeugungsanlagen. Die Landeshauptstadt wirkt darauf hin, dass der Anschluss weiterer Gebäude an die Fernwärme und der Ausbau dezentraler erneuerbarer Wärmeerzeugungsanlagen mit der Netzgesellschaft sowie der Energie und Wasser Potsdam im Einklang mit der kommunalen Wärmeplanung bzw. dem Wärmenetzausbau- und -Dekarbonisierungsfahrplan erfolgt, um Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Erreichung der Klimaziele zu gewährleisten
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