Altes Tramdepot / Heinrich-Mann-Allee
Preisgekrönt, innovativ und bezahlbar. Südöstlich des Stadtzentrums der Landeshauptstadt Potsdam an der Heinrich-Mann-Allee in der Teltower Vorstadt entwickelt die ProPotsdam auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots ein modernes Wohnquartier mit über 800 geförderten Wohnungen sowie Gewerbeflächen zur Quartiersversorgung. Wegweisend ist die Wärmeversorgung mit Geothermie über die quartierseigene Tiefenbohrung. Hier informieren wir über aktuelle Entwicklungen im wachsenden Quartier.
Aktuelles
Neubau Spielplatz
Neuer Treffpunkt für Familien. Im Dreieck zwischen den Straßen Kolonie Daheim, Am Alten Friedhof sowie der Grundschule am Telegrafenberg entsteht ein neuer Spielplatz. Im Sommer 2026 beginnen die Bauarbeiten, die dann vor dem Jahresende abgeschlossen sein sollen. Auf einer Fläche von ca. 2.000 m² werden Spiel-, Kletter- und Aufenthaltsbereiche für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren geschaffen. Die Ideen für die künftigen Spielmöglichkeiten wurden in Workshops mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule “Am Telegrafenberg” entwickelt. Die Grundschulkinder brachten ihre Ideen und Wünsche in Zeichnungen zu Papier und bastelten kreative Modelle. Auf dieser Grundlage entwickelte der Spielplatzbauer Krambamboul Ideen und Entwürfe zu Klettertürmen, Nestschaukeln, Balancierbalken, Rutschen und Tipis und anderen Spielgeräten. Im Mittelpunkt stehen Motive aus der umgebenden Natur.
Alle Spielgeräte werden aus Holz gefertigt mit unterschiedlichen Gestaltungselementen: Vögel, Vogelhäuser und Nester „zwitschern und brüten“ auf den Spielgeräten. Eingebettet in abwechslungsreiche und insektenfreundliche Blühsträucher , ergänzt mit zahlreichen Baumpflanzungen wie z. B. Kastanie, Zierapfel- und Zierbirne und Flieder wird es zudem Bänke zum entspannten Aufenthalt geben.
Aktuelles HMA, Spielplatz






Neugestaltung Am Alten Friedhof
Sichere Verbindung zwischen Heinrich-Mann-Allee und Kolonie Daheim. Im westlichen Bereich des Quartiers wurde die Straße Am Alten Friedhof umfassend umgebaut. Sie verfügt nun über baulich abgesetzte Gehwege und eine besser ausgebaute Fahrbahn. Für Besucherinnen und Besucher des Friedhofs wurden Parkbuchten entlang der Straße geschaffen. Damit ist vor allem für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende eine deutlich bessere Nutzung der Verbindungsstraße möglich.
Auch die weiteren neu angelegten Straßen erhalten begleitende Straßenbäume; hier werden heimische klimaresiliente Arten verwendet. Sie spenden Schatten und tragen wesentlich zur Abkühlung und damit zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Für die Fußgänger im Straßenraum entsteht damit auf den Gehwegen eine angenehme Atmosphäre.
Straßenbegleitend wird das Regenwasser in mit Gräsern bepflanzten Tiefbeeten und Rigolen gesammelt, über Mulden und den künftigen zentralen Stadtplatz entwässert.
Mobilität
Jelbi Mobilitätsstation / Baustelle Johann-Jacob-Beyer-Straße
Sharing-Angebote nutzen leichtgemacht. In der Johann-Jacob-Beyer-Straße entsteht die neue Jelbi Mobilitätsstation. Zur Herstellung der neuen Straßendecke und Parkplatzbefestigung befindet sich an der Einmündung von der Hannah-Arendt-Straße auf die Johann-Jacob-Beyer-Straße derzeit eine Baustelle. Nach Beendigung der Bauarbeiten im direkt Umfeld der Energiezentrale, die für die Verteilung der durch Tiefengeothermie gewonnenen Wärmeenergie errichtet wurde, entsteht die Mobilitätsstation. Hier werden künftig reservierte Parkplätze für bis zu vier Sharing-Autos inklusive Lademöglichkeiten nutzbar sein. Für das Abstellen und Ausleihen von eScootern und eBikes stehen weiterhin die Stellflächen vor den Häusern Suse-Ahlgrimm-Str. 3 und Suse-Ahlgrimm-Str. 8 zur Verfügung. Egal ob Zweirad oder Auto – über die Jelbi-App können alle Fahrzeuge individuell gebucht werden. Mit der neuen erweiterten Station haben Sie als Bewohnerinnen und Bewohner künftig noch bessere Möglichkeiten für Ihre Wege auf Sharing-Angebote zurückzugreifen.
Klima & Umwelt
Tiefengeothermie
Die Kraft aus der Tiefe. Das Quartier Altes Tramdepot / Heinrich-Mann-Allee ist Potsdams Vorreiter in der Wärmeversorgung. In einem Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Potsdam und der ProPotsdam realisierte die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) im Rahmen des Quartierbaus die erste Tiefengeothermiebohrung im innerstädtischen Bereich. Der Erfolg des Projekts markiert einen Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien.
Wichtige Erkenntnisse für das Bohrprojekt lieferten Untersuchungen des Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ). Bei einer Tiefe von ca. 1.000 Metern wurden hervorragende geologische Bedingungen angetroffen, die einen effizienten Betrieb der Gesamtanlage ermöglichen. Aus dem tief liegenden Gestein wird Wasser mit ca. 45 °C gefördert. Das Wasser gelangt über Leitungen an die Oberfläche und passiert einen Wärmetauscher, bevor es über eine zweite Leitung wieder zurück in die Tiefe fließt. Der Wärmetauscher entzieht dem Wasser die Wärme und gibt diese an das Wärmenetz für das Quartier sowie zur Einspeisung in das stadtweite Fernwärmenetz ab. Die gewünschten Temperaturniveaus im Nah- und Fernwärmenetz sichern Großwärmepumpen, die sich in der quartierseigenen Energiezentrale an der Hannah-Arendt-Straße befinden.
Aufbau von Photovoltaikanlagen
In diesem Quartier steckt jede Menge Energie. Auf den Dächern der bereits errichteten Wohngebäude ist die Montage von 11 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 400 kWp erfolgt. Nach dem Anschluss an das Stromnetz werden die Anlagen ab dem zweiten Quartal 2026 grünen Strom für Potsdam liefern.
Weitere Entwicklung


Zwischen Humboldt-Gymnasium und Kolonie Daheim hat die ProPotsdam im WA4 benannten Baufeld bereits 341 Wohnungen errichtet. Die 13 Wohngebäude in der Suse-Ahlgrimm-, Hannah-Arendt- und Johann-Jacob-Baeyer-Straße gruppieren sich um drei individuell gestaltetet Innenhöfe, die mit Frei- und Spielflächen für eine gemeinschaftliche Nutzung den Bewohnenden zur Verfügung stehen.
In den kommenden Jahren sollen auf den Baufeldern 1 und 2 (WA1 + WA2), im südwestlichen Teil des Areals, weitere neue Wohnungen und Gewerbeflächen zur Quartiersversorgung entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 104 „Heinrich-Mann-Allee/Kolonie Daheim“ gebaut werden. Für die Errichtung der Wohnungen werden Wohnungsbaufördermittel des Landes beantragt, um für Potsdamerrinnen und Potsdamer mit geringem bis mittlerem Einkommen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Die Arbeiten auf dem Baufeld 1 (WA1) sollen 2027 beginnen. Das Bauvorhaben umfasst vier, durch separate Aufgänge gegliederte, Mehrfamilienhäuser und eine Tiefgarage. Hier entstehen 278 barrierefreie Wohnungen mit einer Wohnfläche von ca. 15.000 m². Der Wohnungsmix ist auf Familien, ältere Menschen und kleine Haushalte ausgerichtet, wobei ein Teil der Wohnungen auch als rollstuhlgerechte Wohnungen hergestellt werden wird.
Die Planungen für das Baufeld 2 (WA2) sehen spezielle Wohnangebote für Seniorinnen und Senioren, Auszubildende, die in Größe und Ausstattung die Bedürfnisse dieser Bewohnergruppen besonders abbilden. Über die Wohnungen hinaus soll ein Angebot an Gemeinschaftsflächen gemacht werden.
Die Energieversorgung der Wohnungen wird überwiegend aus regenerativen Energien gedeckt werden. Ein zentraler Baustein dafür ist die Energie aus Erdwärme, die direkt vor Ort gewonnen wird und über ein Nahwärmenetz die Gebäude versorgt. Ergänzt wird dies durch Wärmerückgewinnung und Photovoltaik-Elemente auf den Dächern.
Der Standort eignet sich aufgrund seiner guten Anbindung an den Hauptbahnhof und den Potsdamer ÖPNV in Verbindung mit einem Car- und Bike-Sharing-Konzept dafür, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Zum Quartier gehört bereits ein Mobilitäts-Stützpunkt, der mit einem Angebot von verschiedenen Fahrzeugen unterschiedlicher Anbieter auch den Umfang des ruhenden Verkehrs zu reduzieren hilft. Diese Angebote werden mit der Errichtung weiterer Wohnungen ausgebaut.




