
Stark für die Zukunft: das neue Zuhause für Potsdams Sportschule
20.07.2026Sommerferien gibt es in dieser Schule in diesem Jahr nicht. Dafür drehen sich Kräne, werden neue Wände gezogen, scheinbar endlose Meter an Kabeln und Rohren verlegt, entstehen komplett neue Räume. Die Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ wird umfassend modernisiert und erweitert. Anlässlich der Halbzeit der Bauarbeiten besuchte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel heute die Schulbaustelle im Luftschiffhafen.
„Dass wir in Potsdam mit der Sportschule eine Eliteschule des Sports haben, ist Auszeichnung und Ansporn zugleich. Mit den weitreichenden Modernisierungen und Neubauten, die in den letzten Jahren am Sportstandort Luftschiffhafen erfolgt sind, haben wir bereits maßgeblich in erstklassige Trainingsbedingungen investiert. Mit dem neuen Schulgebäude werden künftig auch die Lernbedingungen auf Topniveau liegen“, erklärte Noosha Aubel beim Rundgang über die Baustelle.
ProPotsdam Geschäftsführer Bert Nicke ergänzte: „Aus dem Schultypenbau wird eine geräumige und helle Schullandschaft. Wir schaffen rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche, so dass nicht nur die Lernbereiche wachsen, sondern deutlich mehr Raum für den Austausch oder die Gruppenarbeit zur Verfügung steht. Und die neue Aula wird sicher zur Bühne für jede Menge spannende Schulprojekte werden. Wir freuen uns, dass wir in gemeinsamer Abstimmung mit der Sportschule und der Landeshauptstadt und der Unterstützung der ILB hier ein weiteres Meilensteinprojekt für den Luftschiffhafen realisieren können.“
„Der Luftschiffhafen ist ein Ort, an dem seit Generationen Höchstleistungen entstehen. Früher waren es Luftfahrtpioniere, die hier mit Innovationskraft neue Wege beschritten haben, heute sind es Nachwuchs- und Spitzensportler, die jeden Tag an ihren Zielen arbeiten. Mit der Modernisierung und Erweiterung der Sportschule schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen dafür, dass diese jungen Menschen ihr Potenzial bestmöglich entfalten können. Wir freuen uns sehr, dieses besondere Projekt gemeinsam mit der ProPotsdam umzusetzen und damit einen Beitrag zur Zukunft des Sport- und Bildungsstandorts Potsdam zu leisten.“, sagt Volker Huber, Geschäftsführer der Goldbeck Nordost.
Die Bauarbeiten für die Modernisierung und Erweiterung der Sportschule haben 2025 begonnen und werden durch das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck umgesetzt. Nach der kompletten Entkernung des früheren H-förmigen Schulbaus sind inzwischen die Wände für die zusätzliche Etage geschaffen worden, die den Mitteltrakt als Aufstockung erweitern wird. Hier entstehen auf einer Fläche von 760 m² zusätzliche Lerncluster, die Klassenräume, Sammlungsräume und Gemeinschaftsflächen kombinieren.
Ebenso sind die Fundamente und Wände für den Erweiterungsbau an der südöstlichen Gebäudeseite entstanden. Der neu entstehende Gebäudebereich wird künftig die rund 450 m² Quadratmeter große Aula beherbergen sowie einen ca. 250 m² großen Eingangsbereich, in dem künftig die Erfolge der Sportschülerinnen und -schüler gewürdigt werden können. Auf dem Dach des neuen Gebäudeanbaus wird eine begehbare Grünfläche entstehen, die als Schulgarten und Pausenfläche dienen wird.
Mit der Neugestaltung des Gebäudes werden alle Etagen barrierefrei nutzbar sein, so dass in Kombination mit dem Aufzug die vollständige Gebäudenutzung für rollstuhlfahrende Schülerinnen und Schüler ermöglicht wird.
Durch Anbauten an die bestehenden Gebäudeflügel können Unterrichtsräume vergrößert werden. In der Schule entstehen zudem neue Fachkabinette sowie Räume für Schul-AGs und Förderangebote. Genutzt werden sie von rund 700 Schülerinnen und Schülern, die in dem speziell auf die Trainingsbedarfe und Ganztagsbetrieb ausgerichteten Lernprogramm von etwa 120 Lehrkräften sowie Lehrtrainerinnen und Lehrtrainern unterrichtet werden. Der Einzug der Sportschule in das modernisierte und erweiterte Gebäude soll zum Schuljahresstart 2027/2028 erfolgen. Bis dahin nutzt die Schule einen komplett eingerichteten Schulersatzbau. Dieser wurde 2025 von der ProPotsdam zwischen Luftschiffhafen und Bahnhof Pirschheide errichtet.



