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Holländisches Viertel

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Holländisches Viertel

Das Holländische Viertel in der Potsdamer Innenstadt

Holländisches Viertel

Potsdams Stadtverordnete beschlossen 1992 eine Sanierungssatzung. Mit ihrer Hilfe konnte die wertvolle Bausubstanz des Holländischen Viertels erhalten werden. Die angestammte Bevölkerung bekam eine Zukunft im Viertel, da durch die Satzung Bodenspekulationen verhindert wurden. Wohnraum blieb dadurch bezahlbar. Heute wohnen wieder knapp 800 Menschen im Viertel. Über die Abschreibungsmöglichkeiten hinaus standen im Satzungsgebiet Fördermittel von Bund und Land zur Erreichung der Sanierungsziele zur Verfügung.

Entstehung

Das Holländische Viertel gehört zum Selbstverständnis einer holländischen Stadtanlage wie das Glockenspiel und der alte Stadtkanal nach dem Vorbild der holländischen Grachten.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand das Holländische Viertel als besonderer Teil der barocken Planstadt. Friedrich Wilhelm I. hatte 1713 sein Leibregiment nach Potsdam verlegt. Die Soldaten wurden damals noch nicht in Kasernen, sondern in bürgerlichen Häusern untergebracht. Zahlreiche Häuser wurden deshalb auf königliche Kosten errichtet und zu günstigen Konditionen an einwandernde Handwerker vergeben. Es war sein Ziel, das durch die Kriege im 16. und 17. Jahrhundert entvölkerte Land wieder zu beleben und Menschen ins Land zu holen. Holländische Handwerker waren damals die begehrtesten.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Potsdamer Mitte zerstört, das Holländische Viertel blieb aber weitestgehend verschont. Es verfiel jedoch durch mangelnde Instandhaltung aufgrund einer verfehlten Baupolitik, die nur die industrielle Bauweise förderte. In den 1980er Jahren wurden zudem sechs Häuser abgerissen. 1991 gab es einen Leerstand von über einem Drittel des Gebietes.

 

Behutsame Stadterneuerung

Nach ersten Schutzmaßnahmen konnte mit der umfassenden Erneuerung der Gebäude begonnen werden. Erschwert wurde die Sanierung durch vermögensrechtliche Ansprüche, die mehr als die Hälfte der Grundstücke zunächst blockierten. Inzwischen sind die straßenseitigen Häuser fast alle saniert und bewohnt. Neue Nutzungen wurden behutsam integriert. Der Durchgangsverkehr wurde an den Rand verlegt, Straßen und Plätze so neugestaltet, dass sie zum Sitzen vor den Cafés einladen. Im Sanierungsgebiet sind alle Baulücken bebaut. Die letzte Lücke wurde im Umfeld der französischen Kirche geschlossen, wo eine maßstabgetreue Bebauung entsprechend der 1987 abgerissenen Gebäude entstand.

Weiterführende Informationen zum Holländischen Viertel finden Sie auf der Homepage der Landeshauptstadt Potsdam.


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